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Saxofonist Emil Mangelsdorff spielt mit der Gräfenhäuser Count City Big Band

Ein „beswingtes“ und gut gelauntes Publikum ist es, was sich die Musiker der Gräfenhäuser „Count City Big Band“ bei ihren Auftritten wünschen. Dass ihnen das mit ihren Konzerten in vollbesetzten Sälen auch meist gelingt, liegt an der Spielfreude der Blasmusiker, die schon seit vielen Jahren zusammen spielen. Außerdem ist der aktuelle Leiter Wilson de Oliveira nicht nur international bekannt, sondern auch international vernetzt. Durch die guten Kontakte des Bandleaders ist die Big Band in der glücklichen Lage, Jazzmusik auf hohem Niveau zu präsentieren, wie Bandmitglied Wilfried Schuchmann dem Echo erläuterte.

Mit dem Musiker Emil Mangelsdorff haben die Gräfenhäuser vor wenigen Tagen einen weltweit bekannten Saxofonisten bei ihrem Konzert präsentiert. Der mittlerweile 92 Jahre alte Jazzmusiker aus Frankfurt zählt nach Martin Kunzler zu den profiliertesten und vielseitigsten Solisten des deutschen Jazz. Die Magnetwirkung von Mangelsdorff sei sicher einer der Gründe gewesen, warum sich die Gräfenhäuser Big Band über ein volles Haus freuen konnte.

Bewunderung kam nicht nur aus den Reihen des Publikums. „Das Konzert sei sensationell gewesen, haben einige Zuschauer gesagt“, freut sich Schuchmann. Auch die Mitglieder der Count City Big Band bewunderten ihren prominenten Mitspieler. „Sobald er sein Altsaxofon zum Mund führt, beginnt er Geschichten zu erzählen“, schwärmt Wilfried Schuchmann, der beim Konzert einer der Trompetenspieler war.

Höhepunkte des Konzerts seien unter anderem die Stücke „Cherokee“ und „Nica‘s Dream“ gewesen. Auch Emil Mangelsdorff habe große Freude am Auftritt in Gräfenhausen und am Zusammenspiel mit seinem Freund Wilson de Oliviera gehabt, beschreibt Schuchmann. „Es war ein denkwürdiges Konzert“, sagt er. Solisten und Sängerin Dorothee Michiels hätten zum musikalischen Genuss beigetragen.
Seit 38 Jahren gibt es die Count City Big Band im Musikverein Gräfenhausen. Gegründet wurde sie von Trompeter Werner Schard aus Gräfenhausen. Seit zehn Jahren ist Wilson de Oliveira der Bandleader. Weit über hundert Auftritte habe die Band seit ihrer Gründung im In- und Ausland absolviert. Die Musiker eint die Liebe zu Jazz- und Swinggrößen wie Duke Ellington, Count Basie, Glenn Miller, Buddy Rich und vielen anderen. Wer sich davon angesprochen fühlt, kann gern Kontakt zur Big Band aufnehmen, die sich über junge talentierte Nachwuchsmusiker freut.

[echo-online.de, 13. Mai 2017]